Projekte

Offshore Windpark TWB II

2014 − 2017
Offshore
M&A / BD
XXL
Projektträger:Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG
Funktion:Projektleiter TWB II, Geschäftsfeldentwicklung, Qualitätsmanagement

Trianel Windpark Borkum II (TWB II)

Offshore-Umspannwerk für TWB I and II
Offshore-Umspannwerk für TWB I und II. Im Hintertgrund das Jack-Up-Schiff vor der Rotorsternmontage (TWB I).

TWB II ist die zweite Bauphase des Offshore-Windparks Trianel Windpark Borkum. Der Offshore-Windpark umfasst 56 Quadratkilometer und liegt etwa 45 km nördlich der Insel Borkum in der Deutschen Bucht. Die erste Phase (TWB I) ging bereits 2015 ans Netz. TWB II besteht aus 32 Windenergieanlagen des Typs Senvion 6.2M152 Power Upgrade mit einer Nennleistung von jeweils ca. 6,3 Megawatt (MW). Mit den insgesamt ca. 200 MW ist eine jährliche Stromerzeugung von 800 GWh geplant.

Die Liefer- und Wartungsverträge wurden bereits im September 2016 geschlossen. Im Juni 2018 begann der Bau mit der Installation der Monopile-Fundamente. Fertigstellung und erste Produktion ist für das Jahr 2019 geplant.

Das Projekt wurde zunächst von der "Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG" entwickelt, die später ein Joint Venture mit der norddeutschen EWE AG geschlossen hat. Im April 2017 genehmigte der Gesellschafterausschuss den Baubeschluss und machte den Weg frei für den Financial Close (FC). Die Gesellschafter der Projektgesellschaft "Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG" sind die EWE AG, ewz, die Trianel GmbH und weitere 17 regionale Versorgungsunternehmen sowie FONTAVIS, ein unabhängiger schweizer Vermögensverwalter.

Erfolg durch Kooperation

Lagekarte Projekt TWB II
Lageplan TWB II (OpenSeaMap)

Johannes Dimas war bis Ende 2017 Senior Manager bei der Trianel GmbH und unter anderem für die Geschäftsfeldentwicklung und das Neugeschäft des Offshore-Bereichs in Hamburg verantwortlich. Als Projektleiter von TWB II führte er das Projekt bis zum erfolgreichen Joint Venture mit der EWE AG. Anschließend wurde er Qualitätsmanager des Projekts und strukturierte die Zusammenarbeit der beiden Firmenteams mittels eines Qualitätsmanagementsystems.

Referenz erste Bauphase TWB I öffnen

Offshore Windpark TWB I

2012 − 2014
Offshore
XXL
Projektträger:Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG
Funktion:Technical Project Coordinator Installation Campaign, Technisches und Kaufmännisches Project-Controlling

Trianel Windpark Borkum I (TWB I)

Lagekarte Projekt TWB I
Lageplan TWB I (OpenSeaMap)

Das Projekt Trianel Windpark Borkum (ehemals Trianel Windpark Borkum West II) mit einer Gesamtleistung von rund 400 MW wurde in zwei Bauphasen zu je 200 MW Nennleistung aufgeteilt. Projektträger der ersten Bauphase (TWB I) ist die Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG. Das Projekt TWB I ist eine Kooperation von über 30 Stadtwerken und Energieversorgern unter Federführung der Trianel GmbH.

Der Offshore-Windpark wurde rund 45 km vor der ostfriesischen Insel Borkum auf einer Fläche von 56 Quadratkilometern in direkter Nachbarschaft zum Windpark alpha ventus und der Forschungsplattform FINO 1 realisiert. Für die erste Phase mit einem kalkulierten Investitionsvolumen von 800 Millionen Euro wurden vierzig 5-MW-Anlagen des Typs M5000 der Firma Adwen (vormals AREVA Wind, ursprünglich Multibrid) errichtet.

Umsetzungsphase

Bauarbeiten 'Trianel Windpark Borkum' (TWB I)
Bauarbeiten TWB I

Im Jahre 2010 wurden für die erste Bauphase der Baubeschluß getroffen sowie die Finanzierungsvereinbarung und der Turbinenliefervertrag geschlossen. Das Projekt ist mit über 40 Millionen Euro von der EU gefördert.

Im September 2011 begannen die Offshore-Bauarbeiten mit dem ersten Rammschlag für die Gründungspiles der Tripod-Fundamente in einer Wassertiefe zwischen 28-33 Metern. Zum Schutz der Meeressäuger vor den Rammschlaggeräuschen wurde mit einem druckluftgefülltem Düsenschlauch ein geräuschabsorbierender Blasenschleier erzeugt. Die Piles mit einer Länge zwischen 35-45 Metern wurden mittels einer Schablone im Pre-Piling-Verfahren vor Setzung der Tripoden in den Seeboden gerammt. Die 700 Tonnen schweren Tripoden wurden dann paßgenau auf die Piles gesetzt und mit ihnen vergroutet. Anschließend wurden die Kabel der Innerparkverkabelung eingezogen.

In der ersten Jahreshälfte 2013 wurde die parkinterne Umspannplattform im Baufeld errichtet. Die unbemannte Umspannplattform ist bereits für beide Bauphasen auf insgesamt 400 MW ausgelegt. Sie ist unter anderem mit Notunterkünften für Personal, einem Helikopter-Landedeck und Dieselnotstromgeneratoren ausgestattet.

Die Errichtung der 40 Windkraftanlagen wurde im Juli 2013 begonnen und im Juni 2014 abgeschlossen. Dafür wurde das Errichterschiff MPI Adventure jeweils für einen Installationszyklus mit drei Anlagensets gleichzeitig beladen. Die Anlagen wurden dann auf den Fundamenten errichtet.

Für jeden Installationszyklus wurden drei Rotorsterne im Basishafen Eemshaven (Niederlande) vor der Beladung vollständig vormontiert. Die Rotorsterne sind dann mittels einer speziellen, hydraulischen Traverse offshore installiert worden.

Verzögerte Netzanbindung erfordert Umplanungen

Durch wiederkehrende, massive Verzögerungen in der Bereitstellung des Netzanschlusses durch den Übertragungsnetzbetreiber waren immer wieder aufwendige Umplanungen notwendig. So mußten die meisten Komponenten in Eemshaven zwischengelagert und dort provisorisch gewartet werden. Später mußten die installierten Anlagen und Nebengewerke über die Notstromversorgung der projekteigenen Umspannplattform versorgt werden.

Seit Dezember 2014 ist die gleichstrombetriebene Netzanbindung in Betrieb und die Anlagen konnten trotz winterlicher Witterungsbedingungen zeitnah in Betrieb genommen werden.

Schnittstellenmanagement im Multi-Contracting

Johannes Dimas verantwortete in leitender Funktion das technische und kaufmännische Project-Controlling für die einzelnen Teilprojekte (Windenergieanlage, Fundamente, Kabel, Umspannwerk und Logistik). In der Bauphase steuerte er als Technical Project Coordinator Installation Campaign die zwei getrennt vergebenen Gewerke Windenergieanlagen und Installationslogistik bis zur Übergabe an das Inbetriebnahmeteam.

Nicht zuletzt durch die Verzögerung des Netzanschlusses gestaltete sich das Projekt TWB I außergewöhnlich schwierig. Resultierende Nachtragsforderungen, ausfallende Auftragnehmer und auch ein inhomogen und zum Teil extern zusammengesetztes Projektteam stellten vor dem Hintergrund der gewählten Multi-Contractiung-Strategie hohe Anforderungen an das bauherrenseitige Projektmanagement.

Referenz zweite Bauphase TWB II öffnen

Videos zum Trianel Windpark Borkum I aus den Jahren 2012 und 2015

Internationales Business Development (FDI)

2009 − 2011
Offshore
Onshore
M&A / BD
Projektträger:International Unternehmen, z.B. GE Central Europe
Funktion:Senior Manager Wind Energy & Hydro Power at GTAI

Setting Up Business

World Future Energy Summit 2010 in Abu Dhabi
World Future Energy Summit 2010 in Abu Dhabi (VAE)

Zwischen 2009 und 2011 hat Johannes Dimas international agierende Unternehmen aus Europa, den USA und Asien im Auftrag des Bundes beraten. Fokus waren Direktinvestitionen (FDI) in Deutschland. Der Beratungsservice wird von Germany Trade & Invest GmbH (GTAI) angeboten, eine hundertprozentige Tochter des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi).

Johannes Dimas hat bei GTAI die Wind-Sparte aufgebaut. Die Beratungsleistungen von GTAI im Zusammenhang mit ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in Deutschland beinhalten unter anderem:

  • Projektmanagement Assistenz
  • Geschäftsfeld- und Marktanalysen
  • Standortvorauswahl und -analyse
  • Projektbezogene Finanzierungs- und Förderberatung
  • Koordination und Unterstützung bei Verhandlungen mit Behörden

Eines unter vielen internationalen Investitionsprojekten für die Johannes Dimas weltweit tätig war, ist das Offshore Wind Expansion Program von GE. GE hatte im Jahr 2010 angekündigt, im Rahmen des Offshore Wind Expansion Program rund 340 Millionen Euro europaweit in die Offshore-Technologie zu investieren. Neben der Eröffnung des Offshore-Technologie-Zentrums im März 2011 in Hamburg wurde auch in weitere Standorte investiert: Unter anderem in das globale Forschungszentrum von GE in Garching bei München, in den europäischen Hauptsitz von GE Wind Energy in Salzbergen (Niedersachsen) sowie in Standorte in Großbritannien, Norwegen und Schweden.

In der Regel werden allerdings weder die Vorhabensträger noch die Projekte öffentlich gemacht und deswegen können hier auch keine weiteren Referenzen genannt werden.

Unter Publikationen & Präsentationen finden Sie Verweise auf englischsprachige Publikationen zum Thema, z.B. "The Wind Energy Industry in Germany - Issue 2010/2011"

Offshore Netzanschluss Baltic 1

2007 − 2008
Offshore
Onshore
XXL
Projektträger:Vattenfall Europe Transmission GmbH (seit 2010: 50Hertz Transmission GmbH)
Funktion:Manager Cluster West (Westliche Ostsee) bei der Vattenfall Europe Transmission GmbH, Projektleiter Netzanbindung Baltic 1

Netzanbindung für den ersten kommerziellen Windpark in der Ostsee

Offshore Umspannwerk Baltic 1
Offshore Umspannwerk Baltic 1

Der Windpark EnBW Baltic 1 liegt vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, ca. 16 km nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Es ist der zweite realisierte deutsche Offshore-Windpark und der erste mit rein kommerziellem Charakter. Vorhabensträger ist die EnBW Ostsee Offshore GmbH. Für den Offshore-Windpark haben neunzehn Stadtwerke Beteiligungsverträge mit der EnBW Erneuerbare Energien GmbH gezeichnet.

Die 21 Siemens Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 48,3 MW und das Offshore-Umspannwerk mit 900 Tonnen Gesamtgewicht sind bereits 2010 errichtet worden. Nach einer EU-weiten Ausschreibung im Jahr 2008 wurden zu Beginn des Jahres 2009 die wesentlichen Bestellungen für den Netzanschluß ausgelöst. Die ca. 75 km lange Drehstromanbindung wurde im Jahre 2011 fertiggestellt und führt zum Umspannwerk Bentwisch bei Rostock.

Lagekarte Projekt Baltic 1
Lageplan Baltic 1 (OpenSeaMap)

Für die Netzanbindung ist heute die "50Hertz Offshore GmbH" verantwortlich, ein ehemals unter dem Namen "Vattenfall Europe Baltic Offshore Grid GmbH" (VE BOG) firmierendes Unternehmen, das zur Vattenfall-Gruppe gehörte.

Durch kurzfristige Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen wurde zum damaligen Zeitpunkt die Verantwortung zur Errichtung der Netzanbindung eines Offshore-Windparks von den Projektentwicklern auf die Netzbetreiber übertragen. Damit galt es für die Übertragungsnetzbetreiber zügig eine funktionierende Projektorganisation aufzubauen und – was den seeseitigen Teil anging – technisches Neuland zu betreten.

Organisatorische Routine für den zügigen Projekt-Set-Up

Johannes Dimas wurde von der Vattenfall Europe Transmission GmbH zum Projektleiter der „Netzanbindung Baltic 1“ bestellt. Im Rahmen des Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens nach EU-Sektorenrichtlinie koordinierte Johannes Dimas die Erstellung der Verdingungsunterlagen, speziell der technischen Spezifikationen. Zusammen mit dem Einkauf betreute er das Bieterauswahlverfahren und die Formulierung der Zuschlagskriterien für die Auftragserteilung. Zu den Hauptgewerken zählte die Lieferung und Montage des landseitigen 150-kV-Umspannwerks, der Land- und Seekabel sowie elektrotechnische Anlagen für das Offshore-Umspannwerk. Im Einzelnen waren damit folgende Aufgaben verbunden:

  • Technische und betriebswirtschaftliche Vorplanung des Projekts
  • Erstellung des Projektbudgets und des Projektantrages für die konzerninternen Projektgenehmigungen
  • Aufbau der Projektorganisation
  • Leitung des abteilungsübergreifenden Projektteams
  • Koordination von Behördenkontakten, Dienstleistern und ausführenden Unternehmen
  • Projektsteuerung mit Budget- und Terminkontrolle
  • Koordination der technischen Planungen und der Genehmigungsplanung, Feintrassierung
  • Betreuung und Durchführung von Ausschreibungen und Vertragsverhandlungen für Ingenieurdienstleistungen
  • Betreuung und Koordination des Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens für die Hauptgewerke nach EU-Sektorenrichtlinie

Video zum Netzanschluss Baltic 1

Windparks in Thüringen

2003 − 2008
Onshore
Geo
Projektträger:EnerPlan GmbH (Projektentwickler)
Funktion:Sachverständiger

Rastenberg Projekte

Windpark Rastenberg
Windpark Rastenberg

Die Windparkprojekte Rastenberg I und II sind Teil eines größeren Windnutzungsgebietes in Thüringen. Johannes Dimas hat für beide Projekte die Anträge auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach BImSchG im Auftrag der EnerPlan GmbH erstellt. Er hat den Genehmigungsprozess unterstützt und hinsichtlich weiterer technischer und umweltrelevanter Aspekte beraten.

Rastenberg II.

Das Projekt Rastenberg II. ist eine Erweiterung des bestehenden Windparks Rastenberg/Roldisleben um drei weitere Windenergieanlagen. Zwei Gamesa G8ß-2.0 mit einer Nennleistung von je 2 Megawatt und eine kleinere Enercon-E40 mit 600 Kilowatt Nennleistung.

Rastenberg I.

Das 8-Megawatt Windparkprojekt Rastenberg I. besteht aus vier Gamesa Windenergieanlagen mit einer Nennlesitung von jeweils 2 Megawatt. Der Windpark wurde 2005 gebaut und ist seit 2006 im Normalbetrieb.

Weitere Projekte

Bau von Kleinbrembach
Bau von Kleinbrembach

In kleinerem Umfang unterstütze Johannes Dimas als Sachverständiger weitere Windparkprojekte in Thüringen, unter anderem die Windparkprojekte Kleinbrembach, Sotterhausen (6 MW), and Vogelsberg (6 MW).

Offshore Windpark alpha ventus

2006 − 2007
Offshore
M&A / BD
XXL
Projektträger:Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH & Co. KG (DOTI). Gesellschafter sind EWE (47,5%), E.ON Climate & Renewables (26,25%) und Vattenfall Europe Windkraft (26,25%)
Funktion:Teilprojektleitung für Vattenfall - Teilprojekt "Gründung, Installationslogistik und Betriebskonzept"

Erster Deutscher Offshore-Windpark  - Ein Pionierprojekt für drei Energieversorger

Offshore Windfarm Alpha Ventus
Windpark alpha ventus

Der Offshore-Windpark alpha ventus ist ein gemeinsames Projekt der Unternehmen EWE, E.ON Climate & Renewables und Vattenfall Europe Windkraft, die dafür im Jahr 2006 die "Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH & Co. KG" (DOTI) gegründet haben. Der Windpark liegt 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in Wassertiefen um 30 Metern auf hoher See. Mit alpha ventus werden grundlegende Erfahrungen für die zukünftige kommerzielle Nutzung der Offshore-Windenergie in Deutschland gesammelt.

Der Windpark mit zwölf Anlagen der Fünf-Megawatt-Klasse ist am 27. April 2010 offiziell in Betrieb genommen worden. Er besteht aus sechs Anlagen des Typs M5000 von AREVA Multibrid und sechs Anlagen des Typs 5M von REpower. Bereits 2008 wurde am südöstlichen Eckpunkt des Windparks das Offshore-Umspannwerk errichtet. Am Standort werden bereits seit 2003 mit der Forschungsplattform FINO 1 Daten zu den Umweltverhältnissen erfaßt (Meteorologie, Hydrologie etc.).

Mit einer Nennleistung von jeweils fünf Megawatt (MW) und einer entsprechenden Gesamtleistung von 60 MW wird ein jährlicher Energieertrag von ca. 220 Gigawattstunden erwartet. Mit dieser Energiemenge könnten etwa 50.000 Drei-Personen-Haushalte versorgt werden.

Technik und Management verbinden

Lagekarte Projekt alpha ventus
Lageplan alpha ventus (OpenSeaMap)

Für die beteiligten drei Unternehmen war alpha ventus sowohl in technischer als auch in organisatorischer Hinsicht eine neue Herausforderung.Johannes Dimas wurde im Rahmen des Joint Ventures die Projektleitung des von Vattenfall verantworteten Teilprojekts "Gründung, Installationslogistik und Betriebskonzept" übertragen. Im Einzelnem waren damit folgende Aufgaben verbunden:

  •  Technische und betriebswirtschaftliche Vorplanung
  •  Erstellung des Budgets für das Teilprojekt
  •  Unterstützung beim Aufbau der unternehmensübergreifenden Projektorganisation
  •  Leitung des international besetzten Projektteams bei Vattenfall
  •  Koordination von Behördenkontakten, Dienstleistern und ausführenden Unternehmen
  •  Teilprojektsteuerung mit Budget- und Terminkontrolle
  •  Koordination der technischen Planungen und der Genehmigungsplanung
  •  Betreuung und Durchführung von Ausschreibungen und Vertragsverhandlungen für Ingenieurdienstleistungen
  •  Koordination des Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens für die Fundamente und die damit verbundenen Logistikleistungen nach EU-Sektorenrichtlinie

Hintergrund zum Einstieg

Ausschlaggebend für den Einstieg von Vattenfall Europe in die Offshore-Windenergie war Vattenfall Europe's Offshore Strategie, welche Johannes Dimas zusammen mit der Unternehmensentwicklung in Berlin entwickelte:

Referenz Vattenfall Europe Offshore-Strategie öffnen

Video zum Windpark alpha ventus

Offshore Windpark DanTysk

2000 − 2007
Offshore
M&A / BD
XXL
Geo
Projektträger:DanTysk Offshore Wind GmbH - a Joint Venture of Vattenfall (51%) and Stadtwerke München (49%)
Funktion:Vattenfall: Vorbereitung der Kauf- und Investitionsentscheidung
Projektentwickler: Genehmigungsplanung Windpark und Netzanbindung (Projektleitung)

Ein Schritt zur großmaßstäblichen Nutzung der Windenergie vor Deutschlands Küsten

Lageplan Projekt DanTysk
Lageplan DanTysk (OpenSeaMap)

Vattenfall und die Stadtwerke München (SWM) haben den Offshore-Windpark DanTysk rund 70 Kilometer westlich der Insel Sylt in Wassertiefen zwischen 21 bis 31 Metern errichtet. Die erste Windenergieanlage wurde im April 2014 gestellt, der erste Strom wurde im Dezember 2014 eingespeist.

Vattenfall und die SWM haben für die Umsetzung des Projekts das Joint Venture "DanTysk Offshore Wind GmbH" gegründet, an dem Vattenfall 51 Prozent und die SWM 49 Prozent der Anteile halten. Dabei war Vattenfall für den Bau und ist für den Betrieb des Windparks verantwortlich.

Die finale Investitionsentscheidung für den Bau von DanTysk wurde im Dezember 2010 vom Vattenfall Aufsichtsrat in Stockholm getroffen. Im Dezember 2010 hatten Vattenfall und die Stadtwerke München dann auch den Vertrag über das Umspannwerk unterzeichnet, das von einem Konsortium der Firmen Strukton und Hollandia geliefert und im August 2013 installiert wurde.

Die achtzig 3,6 Megawatt (MW) Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 120 Metern lieferte Siemens. Mit einer Kapazität von 288 MW wird der Windpark rechnerisch Strom für die Versorgung von bis zu 500.000 Haushalten liefern. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf über eine Milliarde Euro.

Im Jahr 2018 wurde DanTysk von der Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie e.V. als „Bestes Offshore-Windkraftwerk in Betrieb 2017“ ausgezeichnet.

Maßstäbe setzen

Der Offshore-Windpark DanTysk ist einer der ersten deutschen Offshore-Windparks, für die ein Genehmigungsantrag eingereicht wurde. Johannes Dimas hat an der Konzeption und Umsetzung der Umweltuntersuchungen, Genehmigungsplanungen und technischen Planungen für sowohl den Windpark als auch dessen Netzanbindung federführend mitgewirkt. Die Konzeption und Güte der Genehmigungsunterlagen sowie die der zugrundeliegenden Umweltverträglichkeitsstudie haben für die deutschen Genehmigungsverfahren und die heute von den Genehmigungsbehörden angelegten Untersuchungsvorgaben Standards gesetzt, denen noch heute gefolgt wird.

Johannes Dimas war später auch maßgeblich am Erwerb des Projekts durch Vattenfall Europe beteiligt. Richtschnur war dabei Vattenfall Europe's Offshore Strategie, welche Johannes Dimas zusammen mit der Unternehmensentwicklung in Berlin entwickelte.

Mit der Inbetriebnahme von DanTysk im Jahre 2014 manifestiert sich das jahrelange Engagement von Johannes Dimas für die Offshore-Windenergie in der Realisierung eines der frühen Pilotprojekte. DanTysk hat insbesondere in der Genehmigungsphase und als Einstieg von Vattenfall Europe in die kommerzielle Nutzung der Deutschen Offshore-Windenergie Maßstäbe für die gesamte deutsche Offshore-Entwicklung gesetzt.

Referenz Vattenfall Europe Offshore-Strategie öffnen

Videos zum Windpark DanTysk

Windpark Jänschwalde

2006
Onshore
Projektträger:Vattenfall Europe Renewables GmbH
Funktion:Bereichsleiter Windkraft bei der Vattenfall Europe Renewables GmbH
Projektleiter Jänschwalde III

Einstiegsprojekt für die Reduzierung des fossilen CO2 Ausstoßes

Der Windpark Jänschwalde liegt in der Nähe von Cottbus in unmittelbarer Nachbarschaft einer offenen Braunkohletagebaue, die früher von Vattenfall betrieben wurde. Es ist der erste Windpark, der im Auftrag der Vattenfall Europe Renewables GmbH errichtet wurde. Mittlerweile hat Vattenfall seinen Braunkohlentagebau und die Braunkohle-Stromerzeugung in Deutschland komplett abgestoßen, um seinen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Zudem hat Vattenfall sein Windkraftportfolio kontinuierlich ausgebaut.

Die erste Baustufe vom Windpark Jänschwalde wurde im Jahr 2004, die letzte im Jahr 2006 in Betrieb genommen. Die sechs 2 MW Turbinen vom Typ Vestas V90 mit einer Nabenhöhe von 105 Metern summieren sich auf eine Gesamtparkkapazität von 12 MW.

Johannes Dimas war Projektleiter für den Bau und die Inbetriebnahme des letzten Bauabschnitts mit drei Turbinen (6 MW). Als Bereichsleiter Windkraft bei der Vattenfall Europe Renewables GmbH verantwortete er dann auch die Betriebsführung des Windparks.

Vattenfall Europe's Offshore-Strategie

2005 − 2006
Offshore
M&A / BD
XXL
Projektträger:Vattenfall Europe, Vattenfall Europe Renewables GmbH
Funktion:Leitung Windkraftbereich; Leitung Due-Diligence-Teams

Strategische Unternehmens- und Geschäftsfeldentwicklung

Vattenfall in Hamburg
Vattenfall in der City Nord (Hamburg)

Vattenfall Europe bzw. heute die Vattenfall GmbH ist eine hundertprozentige Tochter des staatlichen, schwedischen Energiekonzerns Vattenfall AB. Die Vattenfall Europe stand lange Zeit für ihre Braunkohleförderung und -stromerzeugung in der Kritik. Mittlerweile hat Vattenfall Europe seinen Braunkohlentagebau und die Braunkohle-Stromerzeugung in Deutschland komplett abgestoßen, um seinen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Zudem hat Vattenfall sein Windkraftportfolio kontinuierlich ausgebaut.

Der onshore Windpark Jänschwalde markierte für die Vattenfall Europe als erster in Eigenregie gebauter Windpark nur den ersten Schritt. Nach Verabschiedung der Offshore-Strategie verlagerte sich das Engagement in den Offshore-Bereich. Heute ist Vattenfall insgesamt einer der wichtigsten Akteure im Offshore-Windenergie-Sektor und hat die Offshore-Windenergie als einen zukunftssicheren Kernbereich seiner Geschäftsaktivitäten konzernweit gebündelt.

Vattenfall Europe's Offshore-Strategie

Richtschnur für den Einstieg von Vattenfall Europe in die Offshore-Windenergie war die Offshore-Strategie zur strategischen Ausrichtung von Vattenfall Europe im Geschäftsfeld Offshore. Sie wurde maßgeblich von Johannes Dimas zusammen mit der Unternehmensentwicklung in Berlin entwickelt und dann den Entscheidungsgremien zur Vorlage gebracht.

Im Zuge einer breit angelegten Marktanalyse wurden hierfür zunächst fast alle zum damaligen Zeitpunkt verfügbaren deutschen Offshore-Projekte einer technischen und wirtschaftlichen Prüfung unterzogen. Johannes Dimas leitete als Verantwortlicher für den Windenergiebereich bei der Vattenfall Europe Renewables GmbH die kaufmännisch-technischen Due-Diligence-Teams.

Umsetzung

Auf Grundlage der Offshore-Strategie vollzog Vattenfall Europe den Kauf des Offshore-Windparkprojekts DanTysk sowie die Beteiligung an dem Projekt alpha ventus. Im Zuge der Umsetzung wurden die Erneuerbaren Energien, die damals insbesondere als Vattenfall Europe Renewables GmbH der Vattenfall Europe Generation AG zugeordnet waren, zunächst in einer eigenständigen Unternehmenseinheit in Hamburg und später konzernweit gebündelt. Die Vattenfall Europe Generation AG wurde im Jahr 2016 als Teil der ehemaligen Braunkohlensparte abgestoßen (heute Lausitz Energie Kraftwerke AG).

Johannes Dimas arbeitete nach der strategischen Vorarbeit auch bei der Realisierung der oben genannten Schlüsselprojekte DantTysk und alpha ventus mit:

Referenz Offshore Windparks DanTysk öffnen

Referenz Offshore Windparksalpha ventusöffnen

Offshore Meßmast und Windpark Beta Baltic

2000 − 2003
Offshore
Geo
Projektträger:Beta Baltic: E.ON (prior GEO mbH)
GEOFReE: GEO mbH
Funktion:Consultant (Machbarkeitsstudie), Bauherrenvertreter (Client Rep), Projektleiter Netzanbindung

Deutschlands erster Meßmast für die Windenergienutzung auf See

Messmast in der Ostsee (DIMAS & OVERBECK 2003)
Meßmast in der Ostsee (DIMAS & OVERBECK 2003)

In der Mecklenburger Bucht (Ostsee) wurde bereits im Jahre 2002 der erste deutsche Windmeßmast auf See errichtet. Im Vorfeld wurden umfassende Untersuchungen der Umwelt und des Baugrundes durchgeführt.

Der Meßmast liegt im Planungsraum des Windparks Beta Baltic von E.On und des Testfeldes GEOFReE der GEO mbH und sammelt meteorologische und hydrographische Daten. Die Daten werden auf einem Datenlogger im Inneren des Messcontainers zwischengespeichert und über Funk ans Land übertragen.

Der Meßmast besteht aus einem stählernen Gründungsrohr (knapp 60 Meter lang, 110 Tonnen schwer) auf dem etwa 6 Meter über der Wasserlinie der Messcontainer installiert ist. Auf dem Container ist ein 12 Meter hoher Meßmast befestigt. Schon bei der Errichtung wurden wichtige Informationen über die Effektivität der Rammungen und über die Geräuschemissionen sowie Sedimentverdriftungen gesammelt. Die Rammung war sehr aufwendig und bestätigte das Baugrundgutachten in seinen Annahmen.

Offshore-Windpark Beta Baltic

Beta Baltic, früher bekannt als SKY 2000, ist ein Windparkprojekt in den deutschen Hoheitsgewässern der Ostsee. Es wurde von der GEO mbH entwickelt und später von E.ON erworben und in die "Offshore Windpark Beta Baltic GmbH" überführt. Die Entfernung zum Festland beträgt ca. 20 Kilometer. Die Wassertiefen liegen um 20 Meter. Das Projekt ist seit mehreren Jahren „on hold“, nicht zuletzt wegen der schwierigen Bodenverhältnisse (siehe unten).

Testfeld GEOFReE

GEOFReE (GErman Offshore Field for Renewable Energy) ist ein von der GEO mbH geplantes Testfeld für bis zu fünf Windenergieanlagen in direkter Nachbarschaft zum Beta Baltic Projekt.

Umweltverträglichkeitsstudie und Raumordnungsverfahren

Ornithologische Untersuchungen für SKY 2000 / Beta Baltic
Ornithologische Untersuchungen

Johannes Dimas hat im Auftrag des ehemaligen Projektentwicklers GEO mbH von 2000 bis 2003 das Raumordnungsverfahren, die Umweltverträglichkeitsstudien und das Genehmigungsverfahren des Windparks Beta Baltic / SKY 2000 unterstützt.

Im Jahr 2002 wurde er Projektleiter für das Raumordnungsverfahren zur Netzanbindung. Später ging die Verantwortung für die Planung und Realisierung des Netzanschlusses auf Grundlage einer Gesetzesänderung auf den Übertragungsnetzbetreiber über (50Hertz Transmission GmbH).

Geologische Untersuchungskampagnen

Das Quartär der Mecklenburger Bucht (DIMAS 2001, modified)
Das Quartär der Mecklenburger Bucht (DIMAS 2001, modified)

Für den Windpark Beta Baltic (ehemals SKY 2000) und den Windmeßmast SKY 2000 wurden verschiedene geophysikalische Erkundungen und eine Bohrkampagne durchgeführt, nachdem eine erste Machbarkeitsstudie von Johannes Dimas aus dem Jahr 2000 einen gebietweise auftretenden, problematischen Baugrund in der deutschen Ostsee aufgrund von Schlickblagerungen für das Plangebiet nicht ausschließen konnte.

Nach den geophysikalischen Erkundungen wurde von Johannes Dimas die Baugrundbohrkampagne für den Projektentwickler GEO mbH konzipiert und vor Ort überwacht. Zum Einsatz kam ein Schwimmponton, von dem aus im Sommer 2002 drei Bohrungen im Trockenbohrverfahren niedergebracht wurden. Die Bohrergebnisse bestätigten die vorläufigen geophysikalischen Interpretationen der meisten Gutachter zum Baugrund nicht. Vielmehr führten sie zu einer Neubewertung der Baugrundverhältnisse und wiesen mächtige Schlickablagerungen im Plangebiet nach.

Die kostengünstige Umsetzung der Offshore-Kampagne konnte insbesondere durch eine ausgewogene Vertragsgestaltung und ein ausgeklügeltes "Wetter-Management" realisiert werden. Als unverzichtbar erwies sich dabei wieder einmal eine akkurate Dokumentation und die Vertretung des Auftraggebers vor Ort, um in schwierigen Situationen kurzfristige Entscheidungen herbeiführen zu können.

Der Meeresboden am geplanten Standort und in den angrenzenden Gebieten wird von jungen, unkonsolidierten Schlickablagerungen gebildet. Darunter lagern weitere holozäne Weichsedimente. Insgesamt erreichen die Weichsedimente in den Bohrungen Gesamtmächtigkeiten zwischen 14 Meter und 19 Meter. Liegend steht tragfähiger Grund aus Geschiebemergel und Tonstein an.

Geoinformationssystem (GIS)

2001
Offshore
Onshore
Geo
Projektträger:GEO Gesellschaft für Energie und Oekologie mbH
Funktion:Projektmanagement

Implementierung eines Geoinformationssystems für die Nord- und Ostsee

Im Jahr 2001 implementierte Johannes Dimas ein Geoinformationssystem (GIS) beim Projektentwickler GEO mbH. In dem System wurden alle georeferenzierbaren Daten der verschiedenen Projekte in der Nord- und Ostsee zusammengeführt und zentral verwaltet. Dies umfasste auch die landseitigen Netzanbindungen.

Integrative Projektentwicklung

Mit allen Auftragnehmern, beispielsweise mit Wind- und Umweltgutachtern, wurden Vereinbarungen zum Datenaustausch getroffen. Auf dieser Grundlage konnte auch in diesem Bereich eine integrative Projektentwicklung forciert werden. Eine integrative Projektentwicklung setzt vor allem bei der Schnittstellenoptimierung und der gezielten Nutzung von Synergien an.

Heutzutage ist der Einsatz von Geoinformationssystemen zum Standard bei der Offshore-Projektentwicklung geworden.

Geologische Aufnahmen bei Alpirsbach

1998 − 1999
Geo
Projektträger:Johannes Dimas in Zusammenarbeit mit dem Geologischen Landesamt Baden-Württemberg (1998 − 1999)
Funktion:Diplomand am Geologisches Institut Freiburg i.Br.

Geologische Kartierung und lithostratigraphische Untersuchungen

Dünnschliffbilder aus dem Karneol-Dolomit-Horizont
Dünnschliffbilder aus dem Karneol-Dolomit-Horizont (DIMAS, J. 1998/1999, 1999)

Im Jahr 1999 wurden die geologischen Aufnahmen des Gebietes Nordwestlich von Alpirsbach im Mittleren Schwarzwald abgeschlossen. Die Kartierung und die stratigraphischen Untersuchungen wurden in Kooperation mit dem Geologischen Landesamt Baden-Württemberg durchgeführt.

Die angewendete, verfeinerten Lithostratigraphie eröffnet ein neues Verständnis der Schichtlagerung und Ablagerungsbedingungen und eröffnet über das Arbeitsgebiet hinaus ein neues Verständnis der geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse in der Region. Auf die Ergebnisse konnte dann auch 2004 zur Brauwassererschließung für die Alpirsbacher Klosterbräu Glauner GmbH & Co. KG zurückgegriffen werden.

Ein Übersichtsprofil des permo-triassischen Deckgebirges sowie eine verfeinerte lithostratigraphische Untergliederung anhand von Profilen des Thuringiums (z) wurden 1998/1999 veröffentlicht.

 

Dies ist eine Auswahl persönlicher Referenzen von Johannes Dimas, die sowohl Tätigkeiten als Angestellter als auch als selbstständiger Berater umfassen.