Brasilianische Delegationsreise Offshore-Wind

Die Delegationsreise "Missão Técnica Eólica Offshore" vom 19. bis 24. May 2019 nach Deutschland bot brasilianischen Vertretern aus Wirtschaft und Forschung sowie deutschen Akteuren der Offshore-Windenergiebranche einen intensiven fachlichen Austausch.

"Wir möchten uns auch an dieser Stelle noch einmal bei allen beteiligten Unternehmen für die großartige Unterstützung bedanken. Das durchweg positive Feedback der Delegationsteilnehmer zeigt, dass wertvolle Einblicke in den Offshore-Sektor vermittelt werden konnten", betont Johannes Dimas.

Eine neue Delegationsreise "Windenergie" ist für den September 2020 in der Zeit der WindEnergy Hamburg bereits in Vorbereitung.

 

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Pressemitteilung 23.05.2019

 


Brasilianische Delegation in Deutschland
Brasilianische Delegation in Deutschland

Brasilianische Delegation in Deutschland
Brasilianische Delegation bei der Abschlussveranstaltung in den St. Pauli Landungsbrücken in Hamburg

Die Delegationsreise nach Hamburg und Bremerhaven wurde von der Industrie- und Handelskammer Brasilien-Deutschland in Rio de Janeiro (AHK-RJ) und Johannes Dimas - Energie- & Projektmanagement organisiert.

Die fünfzehnköpfige Delegation setzte sich aus Vertretern verschiedener Wirtschaftszweige und Forschungseinrichtungen zusammen. Neben dem Schwergewicht Petróleo Brasileiro S.A. (Petrobras) sind Projektentwickler, Bauunternehmer, Ingenieure und die Universität UFRN aus dem windreichen Norden Brasiliens nach Deutschland gekommen. Im Rahmen der Reise wurden mehr als zehn deutsche Unternehmen aus dem Offshore-Windenergiesektor besucht. Startpunkt bildete das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg, das als Genehmigungsbehörde wichtige Standards für die Genehmigung von Offshore-Windparks entwickelt hat. In Bremerhaven bot die diesjährige Windforce-Konferenz zahlreiche Fachveranstaltungen für die Delegierten. Zum Abschluss der Reise organisierte das Branchennetzwerk Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) ein Branchentreffen mit Mitgliedsunternehmen aus der Hamburger Metropolregion im Hafen-Klub Hamburg. Nach den Grußworten von Wolfgang Michael Pollmann, Staatsrat der Behörde für Umwelt und Energie in Hamburg sowie des brasilianischen Honorarkonsuls Dr. Jan Curschmann wurde in die fachliche Diskussion eingestiegen.

 

 

Zum Stand der Offshore-Windenergieentwicklung in Brasilien

Brasilien verfügt mit seinem großen Anteil an Wasserkraft über eine „kohlenstoffarme“ Stromerzeugung. Wie in den letzten Jahren zu sehen war, konnte die Wasserkraft jedoch aufgrund des Wassermangels in der Trockenzeit nicht immer eine durchgängig zuverlässige Energieversorgung gewährleisten. Brasilianische Behörden untersuchen seit längerem das Potenzial der Offshore-Windenergie-Nutzung, wobei erste küstennahe Projektplanungen von geringen Wassertiefen und den stetigen Winden profitieren könnten. Es gibt einen breiten Diskurs über die Ausgestaltung der regulativen Rahmenbedingungen.

Im Jahr 2018 kam Bewegung in die Entwicklung des brasilianischen Offshore-Windenergiesektors: Die beiden halbstaatlichen Öl- und Gaskonzerne Petrobras und Equinor ASA aus Norwegen gaben ihre Zusammenarbeit zur Realisierung einer ersten Offshore-Windenergieanlage in Brasilien bekannt. Ende letzten Jahres startete der Senat eine Gesetzesinitiative zu Offshore-Windparks in der brasilianischen See.

 

Missão Técnica Eólica Offshore
Info-Flyer (zum Vergrößern klicken)